El Paraíso, Archäologische Stätte in San Martín de Porres, Peru.
El Paraíso ist eine präkolumbianische Fundstätte mit 15 Pyramiden, die sich auf 50 Hektar im Bezirk San Martín de Porres verteilen. Die Anlage bildet eine U-Form um einen zentralen Platz, wobei die erhaltenen Mauern und Terrassen aus Stein und Lehmziegeln bestehen.
Louis Stumer begann in den 1950er Jahren mit Ausgrabungen, die Strukturen aus der Zeit um 2200 v. Chr. freilegten und diesen Ort zu einem der frühesten Siedlungsgebiete der Region machten. Spätere Arbeiten zeigten mehrere Bauphasen über Jahrhunderte, in denen die Bewohner die Pyramiden erweiterten und ihre Rituale an wechselnde Bedingungen anpassten.
Das Gelände zeigt Überreste von Wohnbereichen und zeremonielle Räume, die täglich von Archäologen untersucht werden, welche die ursprünglichen Konstruktionstechniken nachvollziehen. Besucher erkennen, wie frühe Küstenbewohner Steine und Adobe-Ziegel für rituelle Bauten formten, die bis heute das Stadtbild am Rand der Metropole prägen.
Der Zugang zur Anlage wird vom peruanischen Kulturministerium geregelt, und Besucher müssen vorab eine Genehmigung einholen. Die Wege führen über unbefestigtes Gelände, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert, und frühe Morgenstunden bieten angenehmere Temperaturen für den Rundgang.
Archäologen entdeckten einen unterirdischen Tempelraum mit dem Grab einer hochrangigen Frau, was Einblicke in die Gesellschaftsstruktur vor 3700 Jahren liefert. Die Funde umfassen auch Textilreste und Fischereigeräte, die zeigen, wie eng das Leben am Meer mit den religiösen Praktiken verknüpft war.
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