Huaca La Florida, Archäologischer Komplex in Rímac, Peru
Huaca La Florida ist ein U-förmiger Tempelkomplex im Distrikt Rímac in Lima, errichtet um 1700 v. Chr. Drei Bauten umschließen einen großen Hof: eine zentrale Pyramide, die 17 m aus dem Boden ragt, und zwei lange Seitenarme von etwa 500 m Länge. Ein Steinbruch, der in den 1950er Jahren auf dem Gelände betrieben wurde, legte seine Steinmauern und Lehmböden frei.
Die Radiokarbondatierung von Thomas C. Patterson (1985) setzt die Stätte um 1680 v. Chr. in die untere Formativzeit; die erste Pyramide entstand um 3680 BP, der Nordflügel um 3645 BP. Ein Luftbild von 1944 zeigte den Haupthügel mit kleineren Bauten zwischen Ackerland; ab den 1950er Jahren griffen Urbanisierung und ein Steinbruch für Baumaterial die Huaca an und legten behauene Steinmauern und Lehmböden frei. Toribio Mejía Xesspe veröffentlichte 1978 den ersten Bericht.
Der U-förmige Grundriss wird als Maul des Jaguars gedeutet, ein Katzenkult, der mit den Gestirnen und der Fruchtbarkeit des Landes verbunden ist. Der Tempel ist auf die großen Berge, die Apus, ausgerichtet, wo das Wasser des Rímac entspringt. Die Anlage liegt im Distrikt Rímac, der 1991 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.
Geführte Touren helfen Besuchern, die verschiedenen Ebenen und Strukturen zu verstehen. Es ist hilfreich, bequeme Schuhe zu tragen, da man über unebenes Gelände gehen muss und die Sonne sehr stark sein kann.
Carlos Williams schätzte 1980, dass der vertiefte Hof zwischen den drei Armen bis zu 100 000 Menschen fassen konnte, eine Person pro Quadratmeter, also fast die gesamte Bevölkerung der zentralen Anden vor 3500 Jahren; zugleich hielt er eine landwirtschaftliche Nutzung des Platzes, vielleicht mit ritueller Bedeutung, für möglich.
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