Piruro, Archäologische Stätte in der Provinz Huamalíes, Peru.
Piruro ist eine aus zwei Teilen, Piruro I und Piruro II, bestehende archäologische Anlage am Ostufer des Río Tantamayo über 3800 m im Distrikt Tantamayo (Huamalíes). Piruro II ist ein fünfgeschossiges Gebäude aus quadratisch und gleichmäßig behauenen Steinen mit rechteckigen Türen und Fenstern an der Front, umgeben von etwa 1,5 m hohen Steinmauern mit zwei vorspringenden rechteckigen Türen, daneben ein 4 m hoher Steinturm.
Piruro I und Piruro II waren von 3000–2500 v. Chr. (Endpräkeramikum) bis zum späten Inkazeitalter besiedelt. Bertrand Flornoy erkundete die Stätte um 1957 und 1975, Lois Girault grub dort zwischen 1968 und 1970. Die Radiokarbondatierung ihrer Proben datiert die Festung auf 1930 bis 2100 v. Chr., in die präkeramische Zeit. Peru erklärte sie am 18. Juni 2002 zum nationalen Kulturerbe.
Der Name Piruro stammt wahrscheinlich vom Quechua-Wort phiruru, das Spinnwirtel bedeutet. Die Stätte wurde am 18. Juni 2002 durch die Resolución Directoral Nr. 533/INC zum nationalen Kulturerbe erklärt. Besucher erreichen sie zu Fuß vom Dorf Coyllarbamba aus, etwa zehn Minuten von der Brücke über den Río Tantamayo entfernt.
Der Ort liegt in großer Höhe in den Bergen, daher sollte man Zeit zum Akklimatisieren einplanen und warme Kleidung mitbringen. Der Besuch erfordert gute Wanderschuhe und Ausdauer, da der Zugang über Bergpfade führt.
Piruro II wurde zwischen 1968 und 1970 von Lois Girault ausgegraben; die Radiokarbondatierung ihrer Proben setzt die Festung zwischen 1930 und 2100 v. Chr. an, in die präkeramische Zeit. Girault fand behauene Steine, die denen von Kotosh ähneln, und Mauern, die mit Chavín vergleichbar sind. Die Stätte wurde am 18. Juni 2002 durch Resolución Directoral Nr. 533/INC zum nationalen Kulturerbe erklärt.
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