Chimborazo, Schichtvulkan in der Westkordillere, Ecuador.
Chimborazo ist ein Schichtvulkan in der Cordillera Occidental in Ecuador, dessen Gipfel auf 6263 Metern (20548 Fuß) liegt und von dauerhaften Gletschern bedeckt ist. Diese Gletscher ziehen sich seit Jahrzehnten zurück, doch ihre Schmelzwasser fließen noch immer in Flüsse, die mehrere Provinzen versorgen.
Edward Whymper bestieg den Gipfel 1880 als erster dokumentierter Bergsteiger und erreichte ihn auf derselben Expedition zweimal. Vor dieser Besteigung galt der Berg lange Zeit als der höchste der Welt, bis genauere Messungen andere Gipfel identifizierten.
Der Berg trägt einen Namen aus der Quechua-Sprache und bleibt für viele Gemeinden in den Anden ein spiritueller Bezugspunkt im Alltag. Wanderer treffen auf dem Weg zum Gipfel gelegentlich auf Lamas, die hier seit Jahrhunderten gehalten werden und zur Landschaft gehören.
Die beiden Schutzhütten Carrel auf 4850 Metern (15912 Fuß) und Whymper auf 5000 Metern (16404 Fuß) dienen als Ausgangspunkte für den Aufstieg zum Gipfel. Bergsteiger sollten mehrere Tage zur Akklimatisierung einplanen und die Wetterbedingungen vor jedem Versuch sorgfältig prüfen.
Aufgrund der Ausbuchtung am Äquator liegt der Gipfel weiter vom Erdmittelpunkt entfernt als jeder andere Punkt auf der Erde, auch weiter als der Everest. Dieser Umstand macht den Berg zu einem Sonderfall in der Geografie, obwohl seine absolute Höhe geringer ist.
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