Yaigojé-Apaporis National Park, Naturschutzgebiet im kolumbianischen Amazonasgebiet, Kolumbien
Das Yaigojé-Apaporis Nationalschutzgebiet erstreckt sich über mehr als eine Million Hektar Regenwald, Flusslandschaften und Feuchtgebiete entlang des Apaporis-Flusses an der brasilianischen Grenze. Das Terrain verbindet mehrere Ökosysteme und bietet Lebensraum für eine Vielfalt von Tieren und Pflanzen in einem der letzten unzerstörten Teile des Amazonas.
Das Schutzgebiet erhielt seine offizielle Anerkennung im Oktober 2009, nachdem Vertreter von indigenen Völkern um Schutz ihrer angestammten Länder vor Bergbau und anderer Ausbeutung baten. Dieser Schritt war ein bedeutender Moment zur Sicherung von Territorien, deren Kontrolle und Verwaltung bei den lokalen Gemeinschaften liegt.
Die Makuna, Tanimuka, Tuyuca, Cabiyari und Letuama Völker haben tiefe Verbindungen zur Landschaft, die sich in ihren Ritualen und heiligen Orten widerspiegeln. Diese Praktiken sind Teil des täglichen Lebens der Gemeinschaften, die das Schutzgebiet bewohnen und gestalten.
Der Zugang erfolgt nur mit Führung und Genehmigung der indigenen Gemeinschaften, da das Gebiet von ihnen verwaltet wird. Besucher sollten sich auf schwierige Bedingungen vorbereiten, da es wenige Straßen gibt und die beste Anreise per Flugzeug oder Boot erfolgt.
Das Gebiet beheimatet Jaguare, rosafarbene Flussdelfine und Riesenotter in komplexen sozialen Gruppen, die man an den Flüssen beobachten kann. Besonders die Präsenz der Delfine macht diese Region zu einem seltenen Ort in Südamerika, wo diese Tiere noch in stabilen Populationen leben.
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