Kap Hoorn, Maritime Landmarke im Feuerland-Archipel, Chile
Kap Hoorn ist eine Landspitze am südlichsten Ende des chilenischen Archipels Feuerland, wo der Atlantik und der Pazifik aufeinandertreffen. Steile Felsen ragen aus dem turbulenten Wasser am Breitengrad sechsundfünfzig Grad Süd empor, während sich dahinter die Weite der antarktischen Gewässer öffnet.
Holländische Seefahrer erreichten diese Stelle erstmals im Jahr sechzehnhundertundsechzehn und benannten sie nach ihrer Heimatstadt Hoorn. Jahrhundertelang war die Umrundung des Kaps die einzige Schiffsroute zwischen Europa und dem Pazifik, bevor der Panamakanal eröffnet wurde.
Auf der kleinen Marinebasis am Kap leben mehrere Familien, deren Alltag vom Rhythmus der Wettermessungen und der Überwachung vorbeifahrender Schiffe geprägt ist. Besucher können mit den Bewohnern sprechen, die oft Geschichten über das Leben in dieser abgelegenen Region und die Begegnungen mit Seevögeln und Seelöwen erzählen.
Das Gebiet ist für extreme Wetterbedingungen bekannt, mit heftigen Stürmen und kalten Temperaturen fast das ganze Jahr über. Wer hierher reist, sollte warme Kleidung und windabweisende Ausrüstung mitbringen, auch im Sommer der Südhalbkugel.
Eine Albatros-Skulptur steht am Kap als Teil eines Denkmals, das an Seeleute erinnert, die bei der Durchfahrt ums Leben kamen. Wanderer entdecken oft Reste alter Schiffswracks, die entlang der felsigen Küste verstreut liegen und vom Risiko der Passage zeugen.
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