Pozo de Quilmes, Gedenkstätte und ehemaliges geheimes Haftzentrum in Quilmes Partido, Argentinien
Der Pozo de Quilmes ist ein ehemaliges Polizeigebäude in der Provinz Buenos Aires, das zwischen 1975 und 1979 als geheimes Gefängnis genutzt wurde. Die Anlage bestand aus mehreren Räumen, in denen Gefangene festgehalten und misshandelt wurden, und ist heute vollständig der Öffentlichkeit zugänglich als Gedenkstätte.
Die Anlage wurde in den 1970er Jahren während der argentinischen Militärdiktatur als Gefängnis eingesetzt und war Teil eines umfassenden Unterdrückungssystems. Sie diente der Kontrolle und Beseitigung politischer Gegner in der Region und schloss 1979 mit dem Übergang zu demokratischeren Strukturen.
Der Ort dient heute als Gedenkstätte und zeigt durch seine Ausstellung, wie die Gesellschaft mit diesem dunklen Kapitel umgeht. Besucher können nachvollziehen, wie Erinnerungsarbeit einen Ort der Gewalt in einen Lernraum verwandelt.
Besucher können das Gelände mit geführten Touren erkunden, die detaillierte Informationen zu den dort stattgefundenen Ereignissen bieten. Es wird empfohlen, ausreichend Zeit einzuplanen, da die emotionale Belastung dieser Geschichte erheblich sein kann.
Die Gefangenen wurden systematisch katalogisiert und fotografiert, wodurch detaillierte Aufzeichnungen entstanden, die später bei Gerichtsverfahren Beweise lieferten. Diese Dokumentation ermöglichte es Gerichten, Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.
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