Estancia of Jesús María, Jesuitischer Bauernhof in Pedanía Las Cañas, Argentinien
Die Estancia de Jesús María ist ein jesuitisches Landgut in der Pedanía Las Cañas, Argentinien, mit einem zentralen Hof, der von zweistöckigen Kreuzgängen mit Galerien und Rundbögen umgeben ist. Eine Kirche mit einem einzigen Gewölbeschiff schließt direkt an diesen Hof an und vervollständigt den Komplex.
Die Jesuiten erwarben das Land 1618 für die Landwirtschaft und Viehzucht, und das Gut entwickelte sich bald zu einem der wichtigsten Wirtschaftsbetriebe der Region. Im Laufe der Kolonialzeit wurde der Weinbau zur bedeutendsten Einnahmequelle des Anwesens.
Im Inneren der Kirche sind Reliefs zu sehen, die von einheimischen Handwerkern geschaffen wurden und europäische mit amerikanischen Motiven verbinden. Diese Arbeiten sind beim Durchgang durch den Sakralraum gut erkennbar.
Das Anwesen beherbergt seit 1946 das Nationale Jesuitenmuseum und ist zu Fuß gut zu erkunden. Der Innenhof und die umliegenden Gebäude können in einem ruhigen Tempo durchlaufen werden, ohne einem festen Rundgang folgen zu müssen.
Der auf dem Gut produzierte Wein gelangte während der Kolonialzeit bis an europäische Höfe und wurde in königlichen Kreisen geschätzt. Das zeigt, wie ein entlegenes Landgut in Südamerika Produkte von hoher Qualität für weit entfernte Märkte herstellen konnte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.