Large Latin American Millimeter Array, Radioteleskop in Puna de Atacama, Argentinien
Das Large Latin American Millimeter Array ist ein Radioteleskop mit einer 12 Meter breiten Antenne, das Beobachtungen im Millimeter- und Submillimeter-Bereich durchführt. Das Instrument wurde entwickelt, um schwache Signale von fernen Himmelsobjekten zu erfassen und präzise astronomische Daten zu sammeln.
Das Projekt entstand 2007 während eines wissenschaftlichen Treffens in Venezuela und wurde später durch Vereinbarungen zwischen Argentinien und Brasilien im Jahr 2014 formalisiert. Diese internationale Zusammenarbeit ermöglichte die Entwicklung und den Betrieb dieses modernen Beobachtungsinstruments für die lateinamerikanische Astronomie.
Der Name der Einrichtung bezieht sich auf das Lama, ein südamerikanisches Kamelid aus den Hochgebirgsregionen des Teleskopstandorts.
Das Teleskop steht auf etwa 4.820 Metern Höhe in der Nähe von San Antonio de los Cobres, wo die dünne und trockene Luft ideale Beobachtungsbedingungen schafft. Die abgelegene Lage in dieser bergigen Region minimiert Störungen durch menschliche Aktivitäten und Lichtverschmutzung.
Das Teleskop verbindet sich mit anderen Instrumenten rund um die Welt durch eine Technik namens Very Long Baseline Interferometry, um Beobachtungen durchzuführen, die einzelne Geräte allein nicht erreichen können. Durch diese weltweite Zusammenschaltung entstehen virtuelle Teleskope mit riesigen Durchmessern.
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