Poopó-See, Endorheischer Salzsee im Departamento Oruro, Bolivien.
Der Poopó-See ist ein Salzsee im Altiplano-Hochland, der sich über etwa 90 Kilometer Länge und 32 Kilometer Breite erstreckt und auf einer Höhe von 3.686 Metern liegt. Der See befindet sich in einer endorheischen Senke, in der das Wasser keinen Ablauf zum Meer hat, sondern nur durch Verdunstung verloren geht.
Die ältesten bekannten Siedlungen in der Gegend stammten von der Wankarani-Kultur zwischen 200 v. Chr. und 200 n. Chr., die komplexe Zentren mit eigener Infrastruktur errichtete. Diese frühen Gesellschaften legten den Grundstein für die menschliche Besiedlung dieser Hochregion.
Die indigenen Gemeinden um den See pflegten traditionelle Fischereimethoden, die eng mit ihrem Alltag verflochten waren. Diese Praktiken prägen bis heute die Identität der Region, obwohl viele Menschen wegen der Umweltveränderungen fortgezogen sind.
Der See wird hauptsächlich vom Desaguadero-Fluss gespeist, was zu großen Schwankungen des Wasserstands führt, die zwischen den Jahreszeiten erheblich variieren. Besucher sollten sich auf unvorhersehbare Bedingungen vorbereiten und lokale Führungen in Anspruch nehmen, um sichere Routen zu finden.
Das Gewässer trocknete 2015 völlig aus und hinterließ nur sumpfige Flächen, was die bolivianische Regierung zur Ausrufung eines Katastrophengebiets führte. Dieser drastische Wandel zeigte die Anfälligkeit hochgelegener Seen gegenüber Klimaveränderungen und Wassermanagement-Problemen.
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