Gran Chaco, Tropische Tiefebenen in Südamerika.
Der Gran Chaco ist ein ausgedehntes Tiefland aus trockenen Wäldern, Grasebenen und saisonalen Feuchtgebieten, das sich über Teile Boliviens und Brasiliens erstreckt. Die Landschaft wechselt zwischen staubigen Ebenen mit niedrigen Dornbüschen und breiten Flussbetten, die nur zeitweise Wasser führen.
Die ersten Aufzeichnungen europäischer Entdecker über diese Ebenen stammen aus dem 16. Jahrhundert, als spanische Expeditionen das undurchdringliche Terrain kartierten. Die territorialen Grenzen wurden erst nach einem bewaffneten Konflikt zwischen Bolivien und Paraguay in den 1930er Jahren neu festgelegt.
Bewohner der Region sprechen oft Guaraní neben Spanisch und pflegen Handwerkstraditionen wie das Weben von Karaguatá-Fasern. Viele Dörfer leben vom Imkern und der Holzverarbeitung, wobei die Arbeit dem Rhythmus der Trocken- und Regenzeit folgt.
Reisen in diese Region erfordern Vorbereitung auf extreme Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie auf Phasen intensiven Regens oder langanhaltender Trockenheit. Wege sind oft unbefestigt und Distanzen zwischen Siedlungen können mehrere Stunden Fahrt bedeuten.
Teile dieser Ebene sind nach wie vor schwer zugänglich und bilden eine der am dünnsten besiedelten Flächen Südamerikas. Die Region beherbergt den Chaco-Pekari, eine Art, die lange Zeit als ausgestorben galt, bevor sie hier wiederentdeckt wurde.
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