São Ludgero, Gemeinde in Santa Catarina, Brasilien.
São Ludgero ist eine Gemeinde im südlichen Santa Catarina mit einer Landfläche von etwa 113 Quadratkilometern und einer Höhenlage von rund 50 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gelände erstreckt sich über diese Region und bildet die geografische Grundlage der Siedlung.
Die Gemeinde wurde 1873 von deutschen Siedlern aus der Münsterregion gegründet, die Heek verlassen hatten und sich nach Colônia Teresópolis begeben hatten. Diese Auswanderer suchten bessere Böden und legten damit den Grundstein für die spätere Entwicklung des Ortes.
Der Ort ist nach einem niederländischen Heiligen benannt, der in Westfalen verehrt wurde und einer Legende nach eine Getreideernte vor wilden Gänsen rettete. Dieser Name spiegelt die religiösen Wurzeln wider, die die Gründer mitbrachten.
Der Ort ist von Landwirtschaft geprägt, wo Geflügel, Milchvieh, Mais und Gemüse in großem Maßstab produziert werden. Besucher finden hier ein ländliches Gebiet, das sich hauptsächlich der Nahrungsmittelproduktion und kleineren Industriebetrieben widmet.
Bis in die 1930er Jahre war Deutsch die Hauptsprache in Schulen und Kirchen des Ortes. Der Wechsel zum Portugiesischen während des Zweiten Weltkriegs markierte eine tiefgreifende sprachliche Veränderung in der Gemeinde.
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