Centro de Arte Contemporânea Inhotim, Botanischer Garten und Kunstzentrum in Brumadinho, Brasilien
Inhotim ist ein Museum für zeitgenössische Kunst und ein Botanischer Garten in Brumadinho, Brasilien. Die 96,87 Hektar große Besuchsfläche umfasst Gärten, Galerien, Gebäude, Waldstücke und fünf Zierteiche mit etwa 3,5 Hektar Wasserfläche. Ein gewundener Weg führt um den Hauptteich und verbindet weiß gedeckte Pavillons zwischen bewaldeten Hängen. Der Garten beherbergt rund 4.300 kultivierte Arten, darunter etwa 1.500 katalogisierte Palmenarten.
Bernardo Paz, Unternehmer aus Bergbau und Stahlindustrie, begann in den 1980er Jahren, Land um seine Farm zu kaufen, und machte das Anwesen zu einem Freilichtmuseum. Das gemeinnützige Instituto Inhotim wurde 2002 gegründet und 2006 für das Publikum geöffnet. 2021 und 2022 schenkte Paz dem Institut die Grundstücke, Galerien, Pavillons und 330 Kunstwerke.
Der Name geht auf die Mineiro-Aussprache von „Nhô Tim" zurück, nach einem englischen Ingenieur namens Timothy, der einst die Farm leitete. Besucher können auf 98 Bänken sitzen, die Hugo França aus gefallenen Stämmen des pequi-vinagreiro schnitzte; die erste stand 1990 unter einem Tamboril-Baum. Die Gärten umfassen rund 1.500 katalogisierte Palmenarten, die größte Sammlung dieser Art weltweit.
Das Institut liegt ungefähr 60 Kilometer von Belo Horizonte entfernt und öffnet von Mittwoch bis Sonntag. Wer den gesamten Ort erkunden möchte, sollte festes Schuhwerk mitbringen, da die Wege zwischen den Galerien mehrere Kilometer umfassen können.
Eine der Galerien hat keine Wände und besteht nur aus einem Dach, das Regen und Sonne filtert, während die Arbeit darunter sichtbar bleibt. Das Gewächshaus am Äquator zeigt seltene Pflanzen, darunter die Aasblume, die hier im Jahr 2010 zum ersten Mal blühte.
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