Forte Principe da Beira, Portugiesisches Kolonialfort in Costa Marques, Brasilien
Forte Príncipe da Beira ist eine koloniale Militäranlage in Costa Marques am Ufer des Guaporé-Flusses, nahe der Grenze zu Bolivien. Die Festung besteht aus vier eckigen Bastionen, die durch dicke Steinmauern miteinander verbunden sind und einen großen Innenhof umschließen, der früher als Übungsplatz und Versammlungsort für die Garnison diente.
Zwischen 1776 und 1783 erbaute die portugiesische Krone die Festung als Verteidigungslinie gegen spanische Vorstöße aus den westlichen Kolonialgebieten. Die Garnison blieb bis ins 19. Jahrhundert aktiv und verlor ihre militärische Funktion erst nach der Unabhängigkeit Brasiliens und der Stabilisierung der Grenzregion.
Der Name stammt vom portugiesischen Prinzen Dom Pedro Carlos de Bragança e Bourbon und kennzeichnet die Anlage bis heute als Symbol portugiesischer Herrschaft am Grenzfluss. Besucher erkennen den Einfluss europäischer Militärtradition in den Wachtürmen und Kasematten, die noch immer die strengen Proportionen des 18. Jahrhunderts bewahren.
Die Anlage liegt einige Kilometer außerhalb von Costa Marques und ist über eine unbefestigte Straße erreichbar, die bei starkem Regen schwer passierbar werden kann. Wer die Mauern und Bastionen erkunden möchte, sollte festes Schuhwerk tragen, da das Gelände stellenweise uneben ist und von Vegetation überwachsen wird.
Die Anlage war eine der wenigen portugiesischen Festungen, die fernab der Atlantikküste im brasilianischen Binnenland errichtet wurden. Der Bau verlangte den Transport schwerer Steine und Ziegellasten über hunderte Kilometer durch dichten Regenwald und entlang des Flusses, eine logistische Leistung für die damalige Zeit.
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