Madeira-Mamoré-Eisenbahn, Historische Eisenbahnlinie in Porto Velho, Brasilien.
Die Madeira-Mamoré-Eisenbahn ist eine stillgelegte Bahnlinie in Rondônia, die durch dichten Regenwald von Porto Velho bis nach Guajará-Mirim führt. Die Strecke durchquert abgelegene Gebiete entlang der Flüsse Madeira und Mamoré und wurde einst für den Transport von Kautschuk und anderen Waren genutzt.
Die Bauarbeiten begannen 1907 im Rahmen des Vertrags von Petrópolis, durch den Brasilien sich verpflichtete, eine Verkehrsverbindung als Gegenleistung für bolivianisches Gebiet zu errichten. Nach mehreren Anläufen und großen Verlusten wurde die Strecke schließlich 1912 fertiggestellt.
Die Eisenbahn erhielt ihren Beinamen 'Teufelseisenbahn' wegen der vielen Arbeiter, die beim Bau durch Krankheiten und Unfälle starben. Dieser Name erinnert bis heute an die schwierigen Bedingungen im Regenwald während der Bauzeit.
Die Bahnlinie wurde 1972 stillgelegt, als die Bundesstraße BR-364 eine neue Verbindung zwischen Brasilien und Bolivien schuf. Heute kann man entlang der alten Strecke noch Reste von Bahnhöfen und Brücken entdecken, die durch die Vegetation überwuchert sind.
Arbeiter aus mehr als 50 Ländern kamen für den Bau hierher und bildeten eine außergewöhnlich vielfältige Gruppe für ein Projekt dieser Zeit. Einige ihrer Grabstätten liegen noch heute im Regenwald entlang der alten Trasse verborgen.
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