Rondônia, Bundesstaat im Norden Brasiliens
Rondônia ist ein Bundesstaat im Westen des Amazonasbeckens, der sich entlang der Grenze zu Bolivien erstreckt und dichte Regenwaldgebiete mit landwirtschaftlich genutzten Ebenen verbindet. Die Landschaft wird durch zahlreiche Flüsse durchschnitten, darunter der Madeira, der eine wichtige Wasserstraße für die Region darstellt.
Das Gebiet wurde 1943 als Territorium Guaporé gegründet und 1956 in Rondônia umbenannt, bevor es am 4. Januar 1982 den Status eines Bundesstaates erhielt. Der Kautschukboom zog in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Siedler und Arbeiter an und veränderte die Nutzung des Landes grundlegend.
Der Name leitet sich von Marschall Cândido Rondon ab, einem Kartografen und Verteidiger indigener Rechte aus dem frühen 20. Jahrhundert. Seine Arbeit prägte die Region so stark, dass sie nach ihm benannt wurde und sein Vermächtnis bis heute in der lokalen Identität spürbar bleibt.
Die Straßen führen oft durch offenes Land mit wenig Schatten, daher empfehlen sich Sonnenschutz und ausreichend Trinkwasser während längerer Fahrten. Regenzeit zwischen November und April kann Wege in entlegenen Gebieten zeitweise schwer befahrbar machen.
Die Eisenbahnstrecke Madeira-Mamoré, 1907 fertiggestellt, sollte Wasserfälle umgehen und den Kautschuktransport erleichtern, kostete aber Tausende Arbeiter das Leben. Heute stehen Reste der Linie als stilles Zeugnis jener Zeit im dichten Grün nahe Porto Velho.
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