Nationalpark und Indigenenschutzgebiet Isiboro-Secure, Nationalpark und indigenes Territorium in den Departamentos Beni und Cochabamba, Bolivien.
Isiboro Sécure National Park and Indigenous Territory ist ein Nationalpark und indigenes Territorium in den Departamentos Beni und Cochabamba in Bolivien, der sich über bergige Regionen, Savannenlandschaften und Regenwaldzonen erstreckt. Die Höhenlage reicht von 180 bis 2.500 Meter und umfasst rund 1,3 Millionen Hektar mit mehreren unterschiedlichen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere.
Die bolivianische Regierung errichtete das Schutzgebiet im November 1965 als Nationalpark, um die biologische Vielfalt in der Region zu sichern. Nach jahrelangen Verhandlungen mit lokalen Bewohnern erhielt das Gebiet 1990 den zusätzlichen Status eines indigenen Territoriums.
Der Ursprung des Namens verbindet die beiden Hauptflüsse Isiboro und Sécure, die durch das Schutzgebiet fließen und dessen geografische Grenzen bestimmen. Fischer und Jäger der ansässigen Gemeinschaften nutzen diese Wasserwege täglich für den Transport ihrer Waren und bewegen sich dabei in Kanus zwischen den Dörfern am Flussufer.
Flüsse dienen als Hauptverkehrswege ins Gebiet, wobei Boote entlang der Isiboro-, Sécure- und Mamoré-Wasserwege verkehren. Die Anreise erfordert längere Reisezeiten und eine entsprechende Vorbereitung, da Straßen nur in den Randbereichen existieren.
Vier große Ökosysteme treffen hier aufeinander und bieten Lebensraum für 992 Vogelarten sowie 218 Säugetierarten. Wissenschaftler haben bislang etwa 3.000 Pflanzenarten dokumentiert, wobei einige davon nur in diesen Höhenlagen vorkommen.
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