Nationalpark Carrasco, Naturschutzgebiet in Cochabamba, Bolivien.
Der Carrasco-Nationalpark ist ein Schutzgebiet im Departement Cochabamba, das sich über mehr als 622.000 Hektar erstreckt und die Übergänge zwischen den Anden und dem Amazonasbecken umfasst. Die Landschaft verändert sich von Bergwäldern mit Orchideen und Farnen zu tieferen Regenwaldabschnitten, wo Flüsse zwischen Kalksteinwänden hindurchfließen und an mehreren Stellen kleine Wasserfälle bilden.
Das Gebiet wurde 1988 als Nationalpark ausgewiesen, um die Wälder und Wasserläufe in dieser Übergangszone zwischen Gebirge und Tiefland zu schützen. Eine Erweiterung erfolgte 1991, nachdem der Bau einer Straße durch das Gelände zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich machte.
Der Name Carrasco leitet sich von den steilen Berghängen ab, die das Gebiet durchziehen und ihm sein charakteristisches Profil verleihen. Ortskundige Führer aus den umliegenden Dörfern begleiten Wanderer durch die verschiedenen Höhenstufen und zeigen Pflanzen, die in der traditionellen Medizin Verwendung finden.
Der Zugang erfolgt normalerweise über Villa Tunari, wo Unterkünfte und Restaurants zur Verfügung stehen und sich Büros für die Organisation von Wanderungen oder Kajaktouren befinden. Die Wege im Park reichen von kurzen Spaziergängen bis zu mehrtägigen Trekkings, wobei ein Führer für längere Strecken empfohlen wird.
Innerhalb des Schutzgebiets liegt das Wildtierreservat Cavernas del Repechón mit drei natürlichen Höhlen, in denen Fledermauskolonien leben und nachtaktive Vögel Unterschlupf finden. Besucher können die Eingänge dieser Höhlen mit einem Führer erkunden, sollten jedoch auf rutschige Pfade und niedrige Decken achten.
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