Rio Tapajós, Hauptflusssystem in Pará, Brasilien
Der Tapajós ist ein großer Fluss in Pará, der sich über mehr als 2.000 Kilometer durch das Amazonasgebiet erstreckt und an der Mündung des Juruena und des Teles Pires entsteht. Er fließt schließlich in den Amazonas und prägt damit die Landschaft und Wasserwege der gesamten Region.
Während der Kolonialzeit diente der Fluss als Hauptverkehrsroute und verband Siedlungen miteinander. Er ermöglichte es den Europäern, Waren in die nördliche Region zu transportieren und die Gegend zu erschließen.
Der Fluss trägt den Namen des Tapajós-Volkes aus Santarém, dessen Nachkommen heute noch an den Ufern leben und ihre Traditionen pflegen. Die Menschen der Region haben ihre Lebensweise seit Jahrhunderten an das Rhythmus des Wassers angepasst.
In den unteren Abschnitten können große Schiffe fahren und bringen Menschen und Waren zu den größeren Orten. Weiter oben finden sich Stromschnellen, die die Durchfahrt erschweren und Boote auf kleine, wendige Fahrzeuge beschränken.
Der Fluss beheimatet mehr als 300 Fischarten, von denen etwa 65 nirgendwo anders auf der Welt vorkommen. Diese hohe Artenvielfalt macht ihn zu einem wertvollen Gebiet für die Wissenschaft und zeigt, wie vielfältig die Gewässer des Amazonas sind.
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