Crozetinseln, Vulkanischer Archipel im südlichen Indischen Ozean, Frankreich.
Die Crozetinseln liegen im südlichen Indischen Ozean und bestehen aus sechs Hauptinseln, die sich über eine Fläche von etwa 505 Quadratkilometern verteilen und in eine westliche sowie eine östliche Gruppe gegliedert sind. Die Landschaft wird von erloschenen Vulkankegeln geprägt, deren schroffe Gipfel sich über dem Meeresspiegel erheben und von steilen Klippen umgeben sind.
Der französische Seefahrer Marc-Joseph Marion du Fresne sichtete die Inselgruppe im Jahr 1772 während einer Expedition in südliche Gewässer. Sein Stellvertreter Julien-Marie Crozet kehrte nach dem Tod des Entdeckers zurück und sicherte die Inseln für Frankreich.
Die Forschungsstation Alfred Faure auf Île de la Possession erhält französische wissenschaftliche Präsenz durch meteorologische Studien und biologische Forschungsprogramme.
Das Versorgungsschiff Marion Dufresne stellt mehrmals im Jahr die einzige Verbindung zur Inselgruppe her und transportiert Wissenschaftler sowie Material für die Forschungsstation. Die Überfahrt dauert mehrere Tage und ist von den Wetterbedingungen im südlichen Indischen Ozean abhängig.
Etwa die Hälfte aller Königspinguine weltweit brütet auf diesen entlegenen Inseln und bildet große Kolonien entlang der Küsten. Die Wetterstation auf Île de la Possession zeichnet seit 1974 alle drei Stunden Messwerte auf und liefert wichtige Klimadaten für die südliche Hemisphäre.
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