Wildebeest Kuil Rock Art Centre, Felskunstzentrum nahe Kimberley, Südafrika.
Das Wildebeest Kuil Rock Art Centre ist eine Felsgravurenstätte mit Besucherzentrum auf Land der !Xun und Khwe San, etwa 16 km von Kimberley im Nordkap. Die meisten Figuren wurden in Andesit-Aufschlüssen eines Hügels eingepickt, wodurch das hellere Gestein unter der dunklen Kruste freigelegt wurde. Großsäuger wie Elefant, Nashorn, Flusspferd und Eland überwiegen; menschliche Figuren sind seltener als in den Felsmalereien des Subkontinents.
George William Stow kopierte die Gravuren von Wildebeest Kuil Anfang der 1870er Jahre und sandte sie 1875 an Wilhelm Bleek. Einige Gravuren wurden Ende des 19. Jahrhunderts entfernt; zwei befinden sich heute im British Museum, eine war 1886 auf der Colonial and Indian Exhibition in London zu sehen. Gerhard und Dora Fock dokumentierten 1968 178 Gravuren, und Siedlungsreste des Later Stone Age auf dem Hügel ergaben Radiokarbondaten von 1790±60 und 1230±80 BP.
Das Gelände gehört den !Xun- und Khwe-San, Gemeinschaften, die aus Angola und Namibia umgesiedelt wurden, und wird mit dem McGregor Museum verwaltet. Die Gravuren zeigen vor allem große Säugetiere wie Elefant, Nashorn und Flusspferd neben Eland-Antilopen, aber selten menschliche Figuren, anders als die Felsmalereien der Drakensberge und der Cederberge.
Das Gelände hat unebenes, felsiges Terrain, daher sind feste Schuhe empfehlenswert. Morgens ist das Licht am günstigsten, um die Gravuren gut zu erkennen, und die Hitze des Tages ist zu dieser Zeit noch erträglich.
Viele der Gravuren wurden durch Abklopfen der dunklen Gesteinsschicht hergestellt, sodass das hellere Gestein darunter sichtbar wurde. Der Kontrast zwischen dunkler Oberfläche und hellem Kern ist es, der die Bilder noch heute so lesbar macht.
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