Grande Terre, Vulkaninsel im Kerguelen-Archipel, Französische Süd- und Antarktisgebiete
Grande-Terre ist die größte Insel des Kerguelen-Archipels und erstreckt sich über beträchtliche Entfernungen von Ost nach West sowie von Nord nach Süd. Die Landmasse wird von vulkanischen Formationen geprägt und beherbergt den Forschungshafen Port-aux-Français als einzigen bewohnten Ort.
Die Insel wurde 1772 vom französischen Navigator Yves-Joseph de Kerguelen-Trémarec erstmals dokumentiert, der die Region während einer Erkundungsmission durchquerte. Diese frühe Entdeckung begründete die französische Präsenz in diesem abgelegenen Gebiet des südlichen Indischen Ozeans.
Der Forschungsposten Port-aux-Français ist geprägt durch eine kleine internationale Gemeinschaft von Wissenschaftlern, die hier in extremer Isolation zusammenleben. Die Bewohner haben im Laufe der Zeit ihre eigene Sprache entwickelt, das sogenannte Taafien, das lokale Begriffe und Ausdrücke widerspiegelt.
Der einzige regelmäßige Zugang erfolgt über das Versorgungsschiff Marion Dufresne, das mehrmals pro Jahr Verbindungen nach Réunion aufrechterhält. Besucher sollten sich auf extreme Wetterbedingungen, begrenzte Einrichtungen und lange Reiserouten vorbereiten.
Der Mount Ross, der sich über 1850 Meter erhebt, war lange Zeit der letzte unbestiegene französische Gipfel und wurde erst 1973 erstmals erklommen. Diese technisch anspruchsvolle Besteigung stellt einen wichtigen Meilenstein in der Bergsteigergeschichte dar.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.