Kerguelen, Subantarktischer Archipel im südlichen Indischen Ozean, Französische Süd- und Antarktisgebiete.
Die Kerguelen-Inseln liegen als Archipel im südlichen Indischen Ozean und bestehen aus Grande Terre sowie mehreren hundert kleineren Inseln und Felsen rings herum. Die Hauptinsel weist tiefe Fjorde auf, die das Land stark zerschneiden, und die Küstenlinie erstreckt sich über eine sehr lange Gesamtstrecke.
Der französische Seefahrer Yves-Joseph de Kerguelen-Trémarec erreichte diese Inseln im Jahr 1772 und nahm sie für die französische Krone in Besitz. Später nutzten Walfänger und Robbenjäger die Gewässer rings um die Inseln, bevor die wissenschaftliche Forschung im 20. Jahrhundert begann.
Die Forschungsstation trägt den Namen Port-aux-Français und dient als einzige dauerhafte Siedlung auf den Inseln, wo Wissenschaftler in wechselnden Teams arbeiten. In den Laborgebäuden und Wohnblöcken untersuchen die Forscher vor allem die Biologie der Meere und die geologischen Prozesse der Region.
Die Anreise erfolgt ausschließlich per Schiff, da es keine Start- oder Landebahn gibt, und die Überfahrt dauert mehrere Tage von der nächsten größeren Insel. Besucher müssen eine besondere Genehmigung beantragen, da die Region streng kontrolliert ist und nur wenige Personen jährlich Zugang erhalten.
Der Cook-Gletscher bedeckt große Teile der Hauptinsel und reicht an manchen Stellen bis fast zum Meeresspiegel hinab. Der Mount Ross erhebt sich als erloschener Vulkan und ist der höchste Punkt des gesamten Archipels.
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