Dalhousie Springs, Artesischer Quellenkomplex im Witjira-Nationalpark, Südaustralien.
Dalhousie Springs ist eine Gruppe von über 600 natürlichen artesischen Quellen in 12 Hauptgruppen im Witjira-Nationalpark am Westrand der Simpsonwüste. Das Wasser stammt aus dem Grundwasserleiter des Great Artesian Basin und erreicht 38 bis 43 Grad Celsius. Die Quellen bilden eine annähernd rechteckige Lichtung aus hellem Sandboden, die von niedrigen grünen Sträuchern gesäumt wird, mit verwitterten Holzpflöcken und Draht an ihrem Rand.
Die englische Benennung ist umstritten: Manche schreiben sie dem Vermesser Christopher Giles zu, der im August 1893 „Edith Springs“ nach Edith Fergusson eintrug, die um die Umbenennung in Dalhousie Springs nach ihrem Vater, dem 1. Marquess of Dalhousie, bat. Andere nennen Richard Randall Knuckey oder Albert T Woods. 1980 wurde der Ort in das Register of the National Estate und im August 2009 in die Australian National Heritage List aufgenommen.
Die Quellen sind seit Jahrtausenden ein wichtiger Ort für die Aborigines-Gemeinden, wie archäologische Funde mit Lagerplätzen und Steinwerkzeugen zeigen. Besucher können heute noch die Bedeutung dieses Platzes in der Landschaft spüren.
Dalhousie Springs liegt im Witjira-Nationalpark, etwa 180 km nordöstlich von Oodnadatta und 250 km südöstlich von Alice Springs, erreichbar über unbefestigte Straßen, für die ein Fahrzeug mit Allradantrieb nötig ist. Bei den Quellen liegen ein Campingplatz mit Ranger und Badestellen. Der Ort ist zudem der übliche Ausgangspunkt für die Durchquerung der Simpsonwüste nach Birdsville, rund 600 km entfernt in Queensland.
Drei Fischarten leben ausschließlich in diesem Wasser und haben sich an die spezifischen Mineralstoffgehalte und hohen Temperaturen angepasst. Die Dalhousie-Welse, Dalhousie-Zahnkarpfen und Dalhousie-Grundel sind wissenschaftlich und biologisch bedeutsam, da sie nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen.
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