Ambon, Hauptstadt auf den Molukken, Indonesien
Ambon ist die Hauptstadt der Provinz Maluku auf der gleichnamigen Insel im östlichen Indonesien, gelegen zwischen bergigen Halbinseln, die eine tiefe Bucht umrahmen. Die fünf Stadtbezirke verteilen sich über hügeliges Gelände auf beiden Seiten der Bucht, wobei der natürliche Hafen seit Jahrhunderten als Anlaufpunkt für Schiffe dient.
Die Siedlung entstand im 16. Jahrhundert, als portugiesische Händler einen Stützpunkt für den Gewürzhandel errichteten und Festungsanlagen bauten. Die niederländische Ostindien-Kompanie übernahm die Kontrolle Anfang des 17. Jahrhunderts, indem sie Fort Victoria verstärkte und die Stadt zum regionalen Handelszentrum ausbaute.
Die Bevölkerung spricht im Alltag oft Ambonisch-Malaiisch, eine lokale Mischsprache, die durch jahrhundertelangen Austausch entstanden ist und heute neben Indonesisch verwendet wird. Märkte und Straßencafés zeigen die religiöse Vielfalt der Stadt, in der christliche Kirchen und muslimische Moscheen gleichmäßig verteilt nebeneinander stehen und das Stadtbild prägen.
Reisende erreichen die Inselhauptstadt über den Flughafen Pattimura, der Verbindungen zu größeren indonesischen Städten bietet und etwa eine Stunde Fahrzeit vom Zentrum entfernt liegt. Lokale Motorradtaxis und Kleinbusse verkehren zwischen den Bezirken auf beiden Seiten der Bucht, wobei hügelige Straßen gelegentlich steile Abschnitte aufweisen.
Die Stadt erhielt 2019 den Titel UNESCO-Musikstadt als erste Anerkennung dieser Art in Südostasien, was die lange musikalische Tradition der Region würdigt. Lokale Klänge wie der Tifa-Trommelrhythmus und mehrstimmiger Chorgesang prägen noch heute Feste und Versammlungen in den Vierteln rund um die Bucht.
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