Maluku, Archipelprovinz im östlichen Indonesien
Maluku ist eine Provinz in Ostindonesien, die sich über das Bandasee erstreckt und aus mehr als tausend Inseln unterschiedlicher Größe besteht. Die Hauptstadt Ambon liegt auf einer mittelgroßen Insel und dient als Ausgangspunkt für Verbindungen zu den kleineren Inselgruppen ringsum.
Portugiesische Händler landeten 1512 auf diesen Inseln und begannen den Handel mit Nelken und Muskat, was jahrzehntelange Kämpfe zwischen europäischen Mächten auslöste. Niederländer, Spanier und Briten wetteiferten um die Kontrolle der Gewürzrouten, bis die Niederländer im 17. Jahrhundert die Oberhand gewannen.
Die Hafenmärkte der Molukken zeigen noch heute Gewürze wie Nelken und Muskat, die hier seit Jahrhunderten wachsen und deren Duft durch die Küstenorte zieht. Dörfer auf den äußeren Inseln behalten traditionelle Holzbauten und Bootsbauweisen bei, die an alte Handelsrouten erinnern.
Fährverbindungen zwischen den Inseln fahren mehrmals pro Woche, und die Fahrpläne ändern sich je nach Wetterlage und Jahreszeit. Flüge nach Ambon bieten eine schnellere Alternative für längere Strecken, während Boote kleinere Orte erreichen, die keine Landebahn besitzen.
Die Insel Seram beherbergt den Berg Binaiya, der mit über 3000 Metern (rund 9900 Fuß) Höhe der höchste Gipfel der Provinz ist. Wanderer brauchen mehrere Tage, um den dicht bewachsenen Aufstieg zu bewältigen, der durch Nebelwald und steile Hänge führt.
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