Franklin-Gordon Wild Rivers National Park, Naturschutzgebiet im westlichen Tasmanien, Australien
Der Franklin-Gordon Wild Rivers National Park ist ein Naturschutzgebiet in Südwesttasmanien mit zwei großen Flussystemen, dem Franklin und dem Gordon, die durch tiefe Schluchten fließen. Das Gebiet erstreckt sich über etwa 4.500 Quadratkilometer und verbindet unberührte Wildnis mit dramatischen Landschaften aus Schluchten, Wäldern und Flusstälern.
Das Gebiet wurde 1908 unter Schutz gestellt und erlangte in den 1980er Jahren internationale Aufmerksamkeit durch Proteste gegen das geplante Franklin-Damm-Projekt. Der Widerstand der Umweltbewegung führte zum Schutz des Franklin Rivers und machte den Park zu einem Symbol für den Kampf um unberührte Natur.
Das Gebiet ist seit der Eiszeit bewohnt und trägt Spuren Indigener Kulturen, die bis heute mit dem Land verbunden sind. Die Bedeutung dieser Orte zeigt sich in den verschiedenen archäologischen Fundstellen, die über die lange Geschichte der menschlichen Präsenz berichten.
Der Zugang erfolgt hauptsächlich über die Lyell Highway, die durch das abgelegene Gebiet führt und die wichtigste Verbindung zur Außenwelt darstellt. Besucher sollten sich auf raues Wetter und begrenzte Infrastruktur vorbereiten, da der Park sehr dünn besiedelt und wenig entwickelt ist.
Der Park ist Heimat mehrerer großer fleischfressender Beuteltiere, darunter der Tasmanische Teufel, sowie Schnabeltiere und Schnabeligel, die selten in solchen Höhenlagen leben. Diese Tiermischung macht den Park zu einem besonderen Lebensraum, in dem Besucher auf Tierarten stoßen können, die anderswo schwer zu beobachten sind.
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