Banaba, Pazifikinsel in den Gilbertinseln, Kiribati
Banaba ist eine Koralleninsel in den Gilbertinseln mit einer Fläche von etwa 6 Quadratkilometern und Klippen, die sich etwa 81 Meter über den Meeresspiegel erheben. Das Eiland liegt im zentralen Pazifik und wird heute hauptsächlich durch Entsalzungsanlagen mit Süßwasser versorgt, da natürliche Wasserquellen nicht mehr vorhanden sind.
Ein australischer Prospektore namens Albert Ellis begann 1900 mit Phosphatabbau auf der Insel, was über acht Jahrzehnte zum Abbau von etwa 22 Millionen Tonnen führte. Diese Bergbauaktivitäten veränderten die Insel grundlegend und entfernten etwa 90 Prozent der ursprünglichen Bodenoberfläche.
Die Banaba-Bevölkerung nutzte früher unterirdische Höhlen namens te bangabanga, um Regenwasser zu sammeln und zu lagern, bevor der Bergbau diese Praxis veränderte. Heute können Besucher diese heiligen Orte noch entdecken und verstehen, wie die Insulaner früher mit ihren natürlichen Ressourcen umgingen.
Besucher sollten wissen, dass es auf der Insel kaum natürliche Süßwasserquellen gibt und man sich auf künstliche Versorgung verlassen muss. Die beste Zeit für einen Besuch ist während der trockeneren Monate, um leichteren Zugang zu haben.
Das Gelände wurde durch Bergbau so stark verändert, dass die Oberfläche heute aus einem Netz von Kalksteinspitzen besteht, die wie eine fremde Landschaft wirken. Diese ungewöhnliche Topographie zeugt deutlich davon, wie sehr menschliche Aktivität das natürliche Antlitz der Insel verändert hat.
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