Datumsgrenze, Demarkationslinie im Pazifischen Ozean, Antarktis
Die International Date Line verläuft durch den Pazifischen Ozean vom Nordpol bis zur Antarktis und folgt weitgehend dem 180. Längengrad, wobei sie an einigen Stellen abweicht, um Inselgruppen nicht zu teilen. Sie markiert die Stelle auf dem Globus, an der sich das Kalenderdatum um einen ganzen Tag ändert.
Die Konferenz von Washington 1884 legte diese Datumsgrenze als Teil eines weltweiten Systems zur Zeitmessung fest, nachdem zuvor jede Region ihre eigene Zeit nach lokalen Gewohnheiten bestimmte. Seitdem haben einzelne Länder den Verlauf mehrfach angepasst, um ihre Territorien nicht zu zersplittern.
Einige Inselvölker im Pazifik haben ihre Zeitzonen angepasst, um die Verbindung zu den Ländern zu stärken, mit denen sie am meisten handeln und Kontakt pflegen. Diese Entscheidungen zeigen, wie moderne Lebensweisen und wirtschaftliche Bindungen oft wichtiger werden als geografische Linien.
Beim Überqueren dieser Grenze nach Westen springt der Kalender einen Tag nach vorne, während die Reise nach Osten das Datum um einen Tag zurücksetzt. Wer mehrmals hin und her fährt, kann denselben Wochentag mehrfach erleben oder überspringen.
An manchen Stellen trennt diese Linie Inseln, die nur wenige Kilometer auseinanderliegen, durch einen Zeitunterschied von 24 Stunden. Dadurch kann man theoretisch an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zur selben Uhrzeit dieselbe Handlung wiederholen.
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