Deep Space Network, Kommunikationsnetzwerksystem in Pasadena, USA
Das Deep Space Network umfasst drei Komplexe für die Kommunikation mit Raumsonden: Goldstone in Kalifornien, Madrid in Spanien und Canberra in Australien. Jeder liegt in halbbergigem, muldenförmigem Gelände, das die Antennen vor Funkstörungen abschirmt. Das Foto zeigt eine der großen weißen Parabolantennen, ein Gitter aus kleinen rechteckigen Platten auf einer Stahlkonstruktion, mit einer Speiseeinheit, die vorn an schrägen Streben sitzt.
Die Vorläufer des Netzes entstanden im Januar 1958, als das JPL mobile Bodenstationen in Nigeria, Singapur und Kalifornien nutzte, um Telemetrie von Explorer 1 zu empfangen. Nach der Übergabe des JPL an die NASA am 3. Dezember 1958 richtete die Behörde das Deep Space Network als einheitliches System für alle Deep-Space-Missionen ein. Zwei frühe 26-Meter-Stationen, Woomera (1959–1972) und Hartebeesthoek (1961–1974), wurden später geschlossen.
Der Name des Netzes folgt seiner Aufgabe: Verbindungen zu Raumfahrzeugen im Deep Space, den die ITU ab 2 Millionen km Entfernung von der Erde ansetzt. Die drei Standorte liegen bei etwa 14° W, 113° W und 149° O, sodass eine Sonde von einer Station an die nächste übergeben wird, bevor sie unter dem Horizont verschwindet. Das DSN hat ein Abkommen zur gegenseitigen Unterstützung mit dem ESTRACK-Netz der ESA, und das Parkes-Radioteleskop kann dem Komplex Canberra zugeschaltet werden.
Die Kontrollräume befinden sich im Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, wo Ingenieure die Signale von allen drei Standorten koordinieren. Die Antennen selbst stehen in abgelegenen Wüstengebieten, um Störungen durch Funkverkehr und städtische Geräusche zu minimieren.
Die Antennen können Signale empfangen, die schwächer sind als das Ticken einer digitalen Armbanduhr, selbst wenn die Raumsonde Milliarden Kilometer entfernt ist. Jede der drei Anlagen kann gleichzeitig mit mehreren Raumsonden kommunizieren, indem sie mehrere Antennen verwendet.
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