Paquimé, Präkolumbische archäologische Anlage in Chihuahua, Mexiko
Casas Grandes ist ein archäologischer Komplex im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua mit mehrstöckigen Lehmziegelbauten, Plattformen und Zeremonialplätzen. Die Strukturen bilden ein ausgedehntes Siedlungsnetz, das um gepflasterte Innenhöfe und Wasserlaufsysteme herum organisiert ist.
Die Gemeinschaft entstand um das Jahr 1130 und entwickelte sich zu einem regionalen Zentrum mit Handelsverbindungen über große Entfernungen. Nach Jahrhunderten des Wachstums wurde die Siedlung Mitte des 14. Jahrhunderts verlassen, wahrscheinlich aufgrund von Veränderungen in Handelsrouten und Klimabedingungen.
Die Bewohner pflegten Beziehungen zu weit entfernten Gemeinschaften durch den Austausch von Keramik, Muscheln und geschliffenen Steinen, wie die Funde in den Lagerräumen zeigen. Einige der ausgegrabenen Räume dienten als Werkstätten, in denen Handwerker Schmuck und rituelle Gegenstände für den lokalen Gebrauch und den Handel herstellten.
Das Gelände erstreckt sich über mehrere Bereiche, und ein Rundgang nimmt je nach Geschwindigkeit zwischen einer und zwei Stunden in Anspruch. Ein nahegelegenes Museum bietet Ausstellungsstücke und Hintergrundinformationen, die vor oder nach dem Besuch der Ruinen hilfreich sind.
Archäologen fanden ein Stück Eisenmeteorit mit einem Gewicht von mehr als zwei Tonnen innerhalb der Anlage, was auf fortgeschrittene Kenntnisse über Materialien und deren Herkunft hinweist. Diese Entdeckung zeigt, dass die Bewohner seltene Objekte sammelten und möglicherweise als Handelswaren oder zeremonielle Gegenstände betrachteten.
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