Chichicastenango, Indigenes Zeremonienzentrum im Departamento Quiché, Guatemala.
Chichicastenango ist ein Verwaltungszentrum im Quiché-Departement auf 2075 Metern Höhe, das von der Santo-Tomás-Kirche dominiert wird, die auf einer alten Maya-Tempelplattform errichtet wurde. Die zentrale Plaza wird von traditionellen Steinhäusern und engen Gassen umgeben, die zum Markt führen.
Die Santo-Tomás-Kirche wurde an der Stelle eines Maya-Heiligtums errichtet und ist bekannt dafür, dass hier der Geistliche Francisco Ximénez den Popol Vuh entdeckte, einen heiligen Text der Maya. Diese Stätte verbindet daher sowohl die spanische Kolonialgeschichte als auch das indigene Erbe der Region.
Auf den Stufen der Kirche führen lokale Schamanen ihre Zeremonien auf, wobei sie Räucherwerk abbrennen und Blütenblätter streuen, um Maya- und katholische Traditionen zu verbinden. Diese Praktiken sind heute noch sichtbar und zeigen, wie zwei Glaubenssysteme im täglichen Leben nebeneinander bestehen.
Der zentrale Markt ist donnerstags und sonntags aktiv, mit Straßen voller Verkäufer, die Textilien, Masken, Keramik und Produkte anbieten. Die beste Zeit zum Erkunden ist früh am Morgen, wenn es weniger überlaufen ist und die Lichtverhältnisse zum Fotografieren günstiger sind.
Der Friedhof zeigt farbig bemalte Gräber, wobei jeder Bereich in bestimmten Farbtönen gemalt ist, die Familienlinien nach Maya-Tradition darstellen. Diese Farbcodierung offenbart die Genealogie und sozialen Strukturen der lokalen Gemeinschaften auf Blick.
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