Yaxchilán, Archäologische Stätte in Ocosingo, Mexiko.
Yaxchilan ist eine ausgedehnte archäologische Stätte am Flussufer im Lacandon-Regenwald, die aus mehreren Tempelkomplexen, Plattformen und überdachten Durchgängen besteht. Die Anlage verteilt sich über drei Hauptebenen, die durch steile Treppen miteinander verbunden sind und sich entlang einer natürlichen Biegung des Usumacinta erstrecken.
Die Stadt erlebte ihre Hochphase zwischen 580 und 800 n. Chr., als die Herrscher Schild-Jaguar III. und Vogel-Jaguar IV. die Macht über benachbarte Siedlungen ausdehnten. Nach 800 verlor die Stätte an Bedeutung und wurde schrittweise verlassen, bis der Dschungel die Bauten überwucherte.
Die Maya-Könige verewigten ihre dynastischen Geschichten auf kunstvoll beschrifteten Steinstelen und Türstürzen, die sich heute noch vor Ort befinden. Besonders die inneren Räume des Tempels 33 zeigen kunstvolle Reliefs mit Szenen ritueller Handlungen und königlicher Zeremonien.
Besucher erreichen die Anlage mit dem Boot von Frontera Corozal aus, was etwa 25 Minuten Fahrt flussaufwärts bedeutet. Die Wege zwischen den Tempeln führen über unebenen Boden und einige steile Treppen, daher ist geeignetes Schuhwerk ratsam.
Das Bauwerk 33 trägt einen aufwendig gestalteten Dachkamm, der über dem zentralen Raum emporragt. Im Inneren befinden sich mehrere Türöffnungen mit erhaltenen steinernen Balken, die fein geschnitzte Darstellungen zeigen.
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