TransMilenio, Schnellbussystem in Bogotá, Kolumbien
TransMilenio ist ein Schnellbussystem mit eigenen Fahrspuren und erhöhten Stationen, das die kolumbianische Hauptstadt durchquert. Die roten Gelenkbusse halten an geschlossenen Bahnsteigen, wo Fahrgäste ebenerdig einsteigen und die Türen sich gleichzeitig mit denen des Busses öffnen.
Die Regierung startete das System im Dezember 2000, nachdem der damalige Bürgermeister beschlossen hatte, die Mittel für Hochstraßenprojekte in ein bodengebundenes Schnellbussystem umzuleiten. Seitdem wuchs das Netz schrittweise und verbindet heute die wichtigsten Achsen der Stadt.
Das Netz trägt Namen aus der Bewegungsphilosophie und spiegelt die Hoffnung der Stadt wider, das Leben der Einwohner durch kürzere Wege zu verbessern. An den Stationen treffen sich Menschen aus allen Stadtvierteln, und die Plattformen sind oft voller Straßenhändler und Musiker, die die Wartezeit nutzen.
Reisende benötigen eine aufladbare Karte, die sie an den Automaten in jeder Station kaufen und mit Guthaben versehen können. Die Stationen sind durch Treppen und Rampen erreichbar, und viele bieten Abstellplätze für Fahrräder direkt am Eingang.
Die großen Gelenkbusse können über 160 Passagiere gleichzeitig befördern und fahren in eigenen Fahrspuren, die für andere Fahrzeuge gesperrt sind. Dadurch verringerten sich viele Pendelzeiten von zwei Stunden auf weniger als eine Stunde.
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