Monserrate, Bergsanktuar und Wallfahrtsort in Bogotá, Kolumbien
Monserrate ist ein Berg aus Sedimentgestein, der sich östlich des Stadtzentrums von Bogotá in Kolumbien erhebt und dessen weißes Heiligtum an der Spitze weithin sichtbar ist. Die Gipfelhöhe liegt bei etwa 3150 Metern und erlaubt einen weiten Blick über die ausgedehnten Straßenzüge der Hauptstadt bis zu den umliegenden Gebirgsketten.
Spanische Siedler errichteten 1650 eine erste Klause auf diesem Gipfel, nachdem frühere zeremonielle Stätten der Muisca bereits dort bestanden hatten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach erneuert und die heutige Kirche entstand im frühen 20. Jahrhundert.
Der Name des Berges stammt von einem katalanischen Kloster bei Barcelona und viele Gläubige steigen zu Fuß auf, um ihre Gebete im Heiligtum zu erfüllen. An Sonntagen finden sich Familien aus der Stadt zum gemeinsamen Besuch ein, oft verbunden mit einem Spaziergang entlang der Wege nahe der Kirche.
Besucher erreichen den Gipfel mit einer Standseilbahn, einer Seilbahn oder über einen Wanderweg, wobei der Aufstieg zu Fuß etwa eine Stunde dauert. Oben gibt es mehrere kleine Restaurants und Kioske, die warme Getränke und Snacks anbieten.
Während der Junisonnenwende geht die Sonne genau hinter dem Gipfel auf, wenn man vom Bolívar-Platz aus blickt, eine astronomische Ausrichtung, die bereits die Muisca bemerkten. Diese Linie verbindet den zentralen Platz der Stadt mit dem Heiligtum auf dem Berg und zeigt die alte Bedeutung dieses Ortes für die Beobachtung des Himmels.
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