Iglesia de Nuestra Señora de las Aguas, Kolonialkirche in La Candelaria, Kolumbien
Die Iglesia de Nuestra Señora de las Aguas ist eine schlichte Kolonialkirche, die zwischen 1657 und 1694 im Viertel Las Aguas in La Candelaria, Bogotá, erbaut wurde. Sie hat einen rechteckigen Grundriss mit einem einzigen Schiff. An ihrer Nordseite steht eine dem heiligen Antonius geweihte Kapelle, die 1901 vom Schweizer Künstler Luigi Ramelli im neugotischen Stil errichtet wurde.
Der Bau dieser Kirche begann in der Mitte des 17. Jahrhunderts und dauerte mehrere Jahrzehnte bis zur Fertigstellung. Sie war ursprünglich Teil eines größeren Komplexes, der auch ein Kloster, ein Krankenhaus und ein Waisenhaus umfasste.
Die Pfarrei wurde am 6. April 2008 den Misioneros y Misioneras Identes anvertraut, die ihr Amt vor Kardinal Pedro Rubiano Sáenz antraten; das Dekret wurde während der Zeremonie verlesen. Die Figur des heiligen Antonius in der Nordkapelle von 1901 wurde in Barcelona in halber Lebensgröße geschnitzt. Die Wandmalereien wurden im Rahmen einer Vereinbarung zwischen dem Kulturministerium und der Universidad Externado de Colombia restauriert.
Die Kirche liegt im Viertel Las Aguas in La Candelaria, dem historischen Zentrum von Bogotá, und ist zu Fuß über die umliegenden Straßen erreichbar. Im ehemaligen Kloster nebenan sitzt heute Artesanías de Colombia. Das Gebäude wurde zwischen 2003 und 2004 restauriert, mit struktureller Sicherung und Restaurierung der Wandmalereien, weshalb einzelne Bereiche bei Arbeiten oder Gottesdiensten geschlossen sein können.
Die Nordseite beherbergt eine neugotische Kapelle, die dem heiligen Antonius gewidmet ist und Anfang des 20. Jahrhunderts hinzugefügt wurde. Diese Kapelle verbindet sich durch einen besonders breiten Bogen mit dem Altarraum und zeigt die späteren Veränderungen, die an der ursprünglichen Struktur vorgenommen wurden.
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