Departamento de Santander, Verwaltungsdepartement im Nordosten Kolumbiens
Santander ist ein Verwaltungsbezirk im Nordosten Kolumbiens, der sich über gebirgige Landschaften, Flusstäler und trockene Hochebenen erstreckt und an Boyacá, Norte de Santander und das Magdalena-Flusstal grenzt. Die Hauptstadt Bucaramanga liegt inmitten von Kaffeeplantagen, Tabakfeldern und Wäldern, die verschiedene Klimazonen von den Anden bis zu den Niederungen umfassen.
Die Verwaltungseinheit entstand im Jahr 1857 als einer der ersten Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Kolumbien und erhielt ihren Namen nach einem Unabhängigkeitshelden aus dem 19. Jahrhundert. Während der Kolonialzeit lebten hier Guane- und Chitareros-Völker, deren Siedlungsstrukturen später spanische Missionare und Bergbaukolonien prägten.
Der Name des Gebiets erinnert an einen General aus der Unabhängigkeitszeit, während die Gemeinden Feste wie die Semana Santa in Girón oder den Karneval von Barichara mit religiösen Prozessionen und regionalen Tanzgruppen feiern. Auf den Märkten verkaufen Händler Spezialitäten wie Cabro, Mute Santandereano oder Hormigas Culonas, die Bewohner bei besonderen Anlässen servieren.
Die Hauptstadt dient als Verkehrsknotenpunkt mit einem Flughafen und Busverbindungen zu kleineren Gemeinden im gesamten Gebiet, während die Straßen oft in den Bergen serpentinenartig verlaufen. Reisende sollten den Höhenwechsel zwischen den verschiedenen Teilen berücksichtigen, da die Temperaturen je nach Höhenlage erheblich schwanken.
Die Schlucht des Chicamocha schneidet sich tief durch die Landschaft und bildet eine der tiefsten Schluchten Südamerikas, wo Gleitschirmflieger die thermischen Aufwinde nutzen. Entlang der Flussufer wachsen trockene Wälder und Kakteen, die einen scharfen Kontrast zu den grünen Bergen in höheren Lagen bilden.
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