Sanctuaire de faune et de flore de Guanenta Alto Río Fonce, Naturschutzgebiet in den Departements Santander und Boyacá, Kolumbien
Das Santuario de Fauna y Flora Guanentá Alto Río Fonce ist ein Schutzgebiet in den Departements Santander und Boyacá, im kolumbianischen Hochland der Anden gelegen. Es umfasst Eichenwälder, Nebelwälder und offene Moorlandschaften, die je nach Höhenlage ineinander übergehen.
Das Gebiet wurde 1993 unter staatlichen Schutz gestellt, als Kolumbien begann, seine Hochgebirgsökosysteme gezielt zu sichern. Zuvor waren die Eichenwälder und Moorlandschaften durch Abholzung und landwirtschaftliche Nutzung stark unter Druck geraten.
Die Frailejones, auffällige Pflanzen mit silbrigen Blättern und gelben Blüten, prägen das Bild der Hochlagen und sind für die umliegenden Gemeinden seit Generationen vertraut. Wer durch das Schutzgebiet geht, sieht, wie diese Pflanzen das Wasser aus den Wolken aufnehmen und so die Bäche speisen, von denen die Menschen in der Region abhängen.
Die Zufahrt erfolgt über unbefestigte Bergstraßen, die ein geländegängiges Fahrzeug erfordern, da der Zustand je nach Wetter stark wechselt. Temperaturen können selbst tagsüber stark fallen, daher sind warme, wasserfeste Kleidung und festes Schuhwerk unbedingt nötig.
Das Schutzgebiet beherbergt die größten Eichenwälder Kolumbiens, wo Bäume wachsen, die in anderen Teilen des Landes kaum noch zu finden sind. Diese Wälder bilden gleichzeitig den oberen Einzugsbereich des Río Fonce, dessen Wasser einen langen Weg ins Tiefland zurücklegt.
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