Vichada, Verwaltungsbezirk im östlichen Kolumbien.
Vichada ist ein Verwaltungsbezirk im Osten Kolumbiens, der sich vom Meta-Fluss bis zur venezolanischen Grenze erstreckt und hauptsächlich aus offenen Savannen besteht. Die Landschaft wechselt zwischen Grasebenen und Galeriewäldern entlang der Wasserwege, durchsetzt mit saisonalen Überschwemmungsgebieten und vereinzelten Palmhainen.
Das Gebiet wurde 1913 als Kommissariat eingerichtet und erhielt 1991 den Status eines Departaments mit Puerto Carreño als Hauptstadt. Die Besiedlung blieb lange Zeit begrenzt, da die Entfernung zu anderen Landesteilen und die fehlende Infrastruktur eine Anbindung erschwerten.
Mehrere indigene Gruppen bewohnen diese abgelegenen Gebiete und nutzen Flüsse als Lebensadern für Handel und Kommunikation zwischen verstreuten Siedlungen. Ihre Lebensweise bleibt stark mit den Wasserläufen und den Savannenlandschaften verbunden, die seit Jahrhunderten ihre Heimat bilden.
Der Zugang erfolgt meist über Flugzeug oder Boot, da Straßen während der Regenzeit oft unpassierbar werden und große Teile des Gebiets nur auf dem Wasserweg erreichbar sind. Reisen sollten für die trockene Jahreszeit geplant werden, wenn Überlandstrecken und Flusswege besser befahrbar sind.
Die Grenze zu Venezuela verläuft mitten durch den Orinoco, sodass Ufer und Inseln des Flusses zwischen beiden Ländern geteilt werden. Einige Gemeinschaften auf beiden Seiten unterhalten verwandtschaftliche Bindungen und nutzen den Fluss als gemeinsamen Raum.
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