Schleusen des Panamakanals, Ingenieursystem in Panama-Stadt, Panama
Die Panama-Kanalschleusen bestehen aus drei Doppelkammersätzen, die Schiffe durch kontrollierte Wasserzufuhr 26 Meter über den Meeresspiegel heben. Jede Schleusenkammer misst 33 Meter in der Breite und 305 Meter in der Länge, während Elektrolokomotiven die durchfahrenden Schiffe präzise an Stahlseilen führen.
Die Bauarbeiten an den Schleusen begannen 1909 bei Gatun, wo Arbeiter die ersten Betonfundamente gossen. Die gesamte Konstruktion war 1913 weitgehend abgeschlossen, obwohl kleinere Anpassungen bis zur offiziellen Kanalinbetriebnahme 1914 andauerten.
Die Schleusentore aus massivem Stahl wiegen jeweils über 600 Tonnen und schwingen dennoch so leicht, dass schon kleine Motoren sie öffnen können. Besucher beobachten oft die Präzision, mit der große Schiffe durch die engen Kammern gleiten, während Lokomotiven an beiden Ufern die Bewegung kontrollieren.
Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist früh am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn die Temperaturen niedriger und die Durchfahrten der Schiffe gut sichtbar sind. Die meisten Besucherplattformen sind ebenerdig zugänglich und bieten schattige Bereiche zum Beobachten der Schleusenoperationen.
Die Schleusen funktionieren vollständig durch schwerkraftbetriebenen Wasserfluss aus dem Gatúnsee, ohne jegliche Pumpen zu verwenden. Allein die Miraflores-Schleusen verbrauchen bei jeder Durchfahrt etwa 197 Millionen Liter Süßwasser, das direkt ins Meer fließt.
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