Zacatón, Wassergefülltes Karsttrichter in Tamaulipas, Mexiko
Zacatón ist ein wassergefüllter Erdfall im Kalksteinuntergrund von Tamaulipas, der 339 Meter tief in die Erde reicht. Die Öffnung an der Oberfläche misst etwa 116 Meter im Durchmesser und führt in eine nahezu vertikale Kammer mit steilen Wänden, die ins tiefe blaue Wasser abfallen.
Félix María Calleja erwähnte den Erdfall 1795 in offiziellen Dokumenten als Vizekönig von Neuspanien. Im Jahr 2007 tauchte ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug bis zum Grund hinab und lieferte die erste vollständige Vermessung der Tiefe und Form der Kammer.
Einheimische gaben dem Dolch seinen Namen nach den schwimmenden Grasinseln, die sich über die Wasserfläche bewegen. Der Wind schiebt diese Inseln umher und lässt das Wasser in Teilen offen erscheinen, während andere Bereiche grün bedeckt bleiben.
Der Zugang erfordert eine Genehmigung der Grundstückseigentümer, da das Gebiet auf privatem Land liegt. Tauchaktivitäten sind nur für erfahrene Fachleute und wissenschaftliche Expeditionen vorgesehen, die mit den Bedingungen in extremer Tiefe vertraut sind.
Forscher entdeckten im Wasser drei zuvor unbekannte Bakteriengruppen, die in der extremen Umgebung tief unter der Oberfläche leben. Diese Mikroorganismen gedeihen in Bedingungen mit wenig Licht und hohem Mineralgehalt und haben die Vorstellungen von möglichem Leben in abgelegenen Lebensräumen erweitert.
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