Homme de Lauricocha, Archäologische Stätte in der Provinz Lauricocha, Peru.
Hombre de Lauricocha ist eine archäologische Stätte mit einem Netzwerk von Höhlen auf 3900 Metern Höhe im zentralen Andengebirge von Peru. Die Fundstelle umfasst acht stratigraphische Schichten, von denen sechs Belege für menschliche Besiedlung von lithischen Perioden bis in die Kolonialzeit aufweisen.
Der Archäologe Augusto Cardich entdeckte zwischen 1958 und 1960 bei Ausgrabungen elf menschliche Skelette, darunter die Überreste von vier Erwachsenen und sieben Kindern. Diese Funde dokumentierten erstmals die lange Besiedlungsgeschichte der hochandinen Regionen.
Die Begräbnisstätten zeigen unterschiedliche Bestattungspraktiken zwischen Erwachsenen und Kindern, wobei die Kindergräber besondere Beigaben und zeremonielle Elemente enthalten. Diese Differenzierung lässt sich noch heute anhand der archäologischen Funde nachvollziehen.
Der Zugang erfordert Höhenanpassung wegen der dünnen Luft auf fast 4000 Metern, daher sollten Besucher ausreichend Zeit zur Akklimatisierung einplanen. Die Höhlen liegen in abgelegenem Gelände mit begrenzter Infrastruktur in der Umgebung.
Die Analyse der Skelettfunde aus den Höhlen lieferte die ersten direkten Beweise für menschliche Präsenz in hochgelegenen Andenumgebungen. Die Datierung der Überreste half dabei, frühe Wanderungsmuster und Anpassungen an extreme Höhenlagen zu rekonstruieren.
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