Clipperton-Insel, Korallenatoll im östlichen Pazifischen Ozean, Frankreich
Clipperton ist ein ringförmiges Korallenatoll im östlichen Pazifik, das zu Frankreich gehört und eine zentrale Lagune umschließt. Die Landmasse bildet einen fast geschlossenen Kreis mit einer einzigen Öffnung zum Meer, während das Gelände meist flach bleibt und nur an wenigen Stellen leicht ansteigt.
Ein französischer Kaufmann beanspruchte das Atoll 1711 für Frankreich, doch Streitigkeiten mit Mexiko dauerten bis ins 20. Jahrhundert. Eine kleine mexikanische Garnison lebte hier während des Ersten Weltkriegs, bis die letzten Überlebenden 1917 gerettet wurden und Frankreich die Kontrolle endgültig zurückerlangte.
Der Name stammt vom englischen Piraten John Clipperton, der die Insel Anfang des 18. Jahrhunderts als Versteck nutzte. Heute trägt die unbewohnte Formation seinen Namen, obwohl Frankreich die Verwaltung führt und wissenschaftliche Teams gelegentlich hier arbeiten.
Besuche benötigen eine Sondergenehmigung der französischen Behörden, da das Atoll unbewohnt ist und keine regulären Verbindungen existieren. Wer hierherkommt, muss über ein privates Schiff oder eine wissenschaftliche Expedition anreisen und vorab eine längere Planung einkalkulieren.
Die Lagune enthält Wasser mit hohem Schwefelwasserstoffgehalt, wodurch kaum Lebewesen darin überleben können. Nur wenige robuste Arten halten diesen extremen Bedingungen stand, was die Lagune zu einem außergewöhnlichen Ökosystem macht.
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