St Jean Bosco massacre, Massengewalt in der Saint-Jean-Bosco-Kirche in Port-au-Prince, Haiti
Die Kirche Saint-Jean Bosco ist eine katholische Kirche im Stadtteil La Saline in Port-au-Prince, Haiti, die als Schauplatz eines bewaffneten Angriffs während einer Sonntagsmesse bekannt wurde. Das Kirchengebäude selbst wurde bei dem Angriff stark beschädigt und nie vollständig wiederhergestellt, sodass die Ruinen noch heute sichtbar sind.
Der Angriff ereignete sich am 11. September 1988, als bewaffnete Männer die Messe stürmten, die Kirche in Brand setzten und Dutzende von Gläubigen töteten oder verletzten. Pater Jean-Bertrand Aristide, der damalige Pfarrer und spätere Präsident Haitis, entkam knapp und wurde zu einem zentralen Symbol des politischen Widerstands im Land.
Die Kirche war ein Ort, an dem die Gemeinschaft zusammenkam, um über soziale Gerechtigkeit und die Lage der Armen zu sprechen. Dieser Geist prägt noch heute die Erinnerung an den Ort und ist für viele Besucher spürbar.
Der Ort befindet sich in La Saline, einem der ärmsten und schwer zugänglichen Viertel von Port-au-Prince, weshalb ein Besuch in Begleitung einer ortskundigen Person empfohlen wird. Es gibt keine offiziellen Öffnungszeiten, und die sichtbaren Ruinen können von außen betrachtet werden.
In den Tagen nach dem Angriff traten einige der mutmaßlichen Täter offen im haitianischen Fernsehen auf und gestanden ihre Beteiligung. Diese öffentlichen Aussagen, ohne jede Strafverfolgung zu befürchten, schockierten viele Beobachter im In- und Ausland.
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