Cap-Haïtien, Hafenstadt in Nord, Haiti
Cap-Haïtien ist eine Hafenstadt im Departement Nord an der Nordküste Haitis, wo koloniale Architektur mit modernen Vierteln entlang der Bucht wechselt. Breite Alleen durchziehen das Zentrum, und niedrige Gebäude reihen sich bis zum Ufer, wo Fischerboote neben Frachtschiffen ankern.
Die Siedlung entstand 1670 unter französischer Herrschaft und wuchs rasch zum wirtschaftlichen Zentrum der Kolonie Saint-Domingue, bevor sie nach der Revolution ihren heutigen Namen erhielt. Große Teile der Stadt brannten während Konflikten ab und wurden im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut.
Der Name bedeutet "haitianisches Kap" und erinnert an die koloniale Vergangenheit als wichtiger Hafen, während heute Märkte und Kirchen das Stadtbild prägen. Fischer legen noch immer am frühen Morgen an, und kleine Handwerksbetriebe säumen die Gassen rund um die zentralen Plätze.
Das Gelände ist relativ flach in der Stadtmitte und wird bergiger in den Außenbezirken, wo steile Hänge den Zugang erschweren. Regenzeit dauert von Mai bis November, und viele Straßen können bei starkem Niederschlag schlammig werden.
Manche Straßenschilder tragen noch heute französische Bezeichnungen aus der Kolonialzeit, gemischt mit kreolischen Namen, die später hinzugefügt wurden. In einigen älteren Vierteln findet man gusseiserne Balkone, die aus Europa importiert und im 19. Jahrhundert montiert wurden.
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