Port-de-Paix, city in Haiti
Port-de-Paix ist eine Küstenstadt an der Nordküste Haitis, wo Fischerboote täglich die Gewässer durchziehen und den Hafen beleben. Die Stadt verfügt über einen zentralen Platz mit einer blau-weißen Kirche, einem weißen Verwaltungsgebäude und offenen Märkten, in denen täglich Obst, Gemüse und Handwerk verkauft werden.
Die Stadt wurde 1665 von französischen Piraten gegründet, die von der Insel Tortuga durch die Briten vertrieben worden waren. Im 19. Jahrhundert blühte Port-de-Paix als Handelshafen auf, bis ein großes Feuer 1902 den Ort zerstörte und nie wieder zu seiner früheren Wohlstand zurückkehrte.
Die Kirche mit blauer und weißer Fassade prägt das Stadtbild und zeigt die wichtige Rolle des Glaubens im alltäglichen Leben. Musik erklingt häufig in den Straßen und ist fest in der lokalen Kultur verankert.
Die Straßen sind je nach Wetter staubig oder schlammig und erschweren das Gehen, weshalb viele Einwohner Motorroller-Taxis nutzen. Besucher sollten sich für längere Erkundungen Zeit nehmen, da Mahlzeiten lange zubereitet werden und die Infrastruktur begrenzt ist.
Colombus nannte diesen Ort ursprünglich Valparaíso, als er 1492 hier landete, ein Name, der heute völlig vergessen ist. François Capois, ein lokaler Unabhängigkeitskämpfer aus der Stadt, half Haiti 1803 im Krieg gegen Frankreich zur Freiheit.
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