Nordfranzösisches Kohlerevier, Bergbauregion und UNESCO-Weltkulturerbe in Nord und Pas-de-Calais, Frankreich
Die nordfranzösische Bergbauregion erstreckt sich über etwa 120 Kilometer und zeigt Industriestrukturen wie Fördertürme, Aufbereitungsanlagen und Arbeiterwohnsiedlungen. Diese Bauwerke dokumentieren die Infrastruktur eines der bedeutendsten Kohlereviere Europas.
Vom 18. Jahrhundert bis 1990 produzierten diese Kohlebecken Brennstoff, der das industrielle Wachstum Frankreichs antrieb und Tausende von Arbeitern beschäftigte. Die Schließung der letzten Zechen markierte das Ende einer über 200 Jahre andauernden Bergbautradition.
Die Bergbauorte entstanden mit eigenen Gemeinschaften, in denen Bergleute in Vereinen zusammenkamen, Blaskapellen bildeten und kleine Gärten neben ihren Häusern anlegten. Diese Traditionen prägen bis heute das Leben in den ehemaligen Arbeitersiedlungen.
Mehrere ehemalige Bergbaustandorte funktionieren heute als Museen und bieten Führungen an, auf denen man Gewinnungstechniken kennenlernt und originale Maschinen aus verschiedenen Epochen sieht. Es ist ratsam, angemessenes Schuhwerk und Kleidung zu wählen, da viele Orte unebenes Gelände und historische Gebäude haben.
Die Region enthält insgesamt 353 Elemente des Bergbauerbes, darunter 17 große Schlackenhalden, die Höhen von etwa 140 Metern erreichen und auffällige Landmarken bilden. Diese künstlichen Hügel prägen das Landschaftsbild bis heute und werden von manchen Besuchern als markante Punkte übersehen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.