Musée Valentin Haüy, Museum für Blindenbildung im 7. Bezirk, Frankreich
Das Musée Valentin Haüy ist ein Museum in Paris, das sich der Geschichte der Blindenbildung widmet und zahlreiche Lernmaterialien, Geräte und Objekte zur Anschauung zeigt. Die Ausstellung dokumentiert systematisch, wie Lehr- und Lernmethoden für blinde Menschen von den Anfängen bis heute entwickelt wurden.
Die Institution entstand 1886, als Professor Edgard Guilbeau vom Institut für junge blinde Menschen das Museum gründete, um an Valentin Haüy und seine Pionierarbeit in der Blindenbildung zu erinnern. Diese Gründung war ein wichtiger Schritt, um die Errungenschaften der Blindenpädagogik zu bewahren und für künftige Generationen zugänglich zu machen.
Die Sammlung zeigt verschiedene Schriftsysteme und Lesetechniken, die speziell für blinde Menschen entwickelt wurden. Besucher können nachvollziehen, wie sich diese Methoden von frühen Ansätzen bis zur modernen Brailleschrift entwickelt haben.
Das Museum befindet sich in einem leicht erreichbaren Viertel der 7. Arrondissement und öffnet an bestimmten Tagen in den Nachmittagsstunden ohne Eintrittsgebühr. Besucher sollten vorher die aktuellen Öffnungszeiten prüfen, da die Zugänglichkeit begrenzt sein kann.
Das Museum beherbergt eine Sammlung von Art-Nouveau-Möbeln aus dem Jahr 1907, die speziell als Kabinett der Kuriositäten für das Ertasten verschiedener Texturen und Formen gestaltet wurde. Diese Möbelstücke ermöglichen Besuchern eine besondere sensorische Erfahrung, die das Verständnis für taktile Wahrnehmung vertieft.
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