Temple de la Sibylle, Monopteros-Pavillon auf der Île du Belvédère, Paris, Frankreich.
Der Temple de la Sibylle ist ein rundes Pavilion mit Säulen auf einer künstlichen Felseninsel im Parc des Buttes-Chaumont, entworfen im Stil römischer Tempel. Die kleine Struktur bietet von ihrer exponierten Lage aus Ausblicke über den Park und die Dachlandschaft von Paris.
Gabriel Davioud entwarf das Gebäude 1866 als Teil der Umwandlung eines ehemaligen Steinbruchs in einen neuen öffentlichen Park während der Zeit des Zweiten Kaiserreichs. Die architektonische Gestaltung wurde von der antiken Architektur Italiens inspiriert, um dem neu entstandenen Park Charakter zu geben.
Der Name bezieht sich auf die griechische Orakel Sibylle, und Besucher können die klassische Architektur mit ihren säulengetragenen Bögen von oben betrachten. Diese Form wurde bewusst gewählt, um an antike Heiligtümer zu erinnern.
Der Tempel wird über zwei Brücken erreicht: eine Steinbrücke von Westen und ein hängender Holzsteg von Süden. Besucher sollten beachten, dass beide Wege kurz sind, aber der Zugang zur Insel schmaler und relativ offen ist.
Die Insel war ursprünglich ein natürlicher Hügel aus einer Gipsgrube, der bei der Parkgestaltung künstlich erhöht wurde, um noch dramatischer über den See zu ragen. Dieser Höhenunterschied macht die Position des Tempels ungewöhnlich isoliert.
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