Daniel-Johnson Dam, Bogenstaumauer in Rivière-aux-Outardes, Kanada
Der Daniel-Johnson-Damm ist eine Bogenstaumauer an der Rivière Manicouagan im kanadischen Quebec, die aus vierzehn Strebepfeilern und dreizehn Bögen besteht und sich über 1.314 Meter erstreckt. Die Höhe von 214 Metern macht ihn zur höchsten mehrfachgewölbten Staumauer der Welt und zu einem Wahrzeichen der nordamerikanischen Wasserkraft.
Der Bau begann 1959 und dauerte neun Jahre, wobei mehr als 5.000 Arbeiter gleichzeitig auf der Baustelle tätig waren. Die Einweihung fand 1968 statt, kurz nachdem das Bauwerk nach dem verstorbenen Premier umbenannt worden war.
Die Anlage trägt den Namen des ehemaligen Premierministers von Québec, der kurz vor der Einweihung verstarb und dessen Vision das Projekt prägte. Besucher können heute im Interpretationszentrum nachvollziehen, wie diese technische Leistung die wirtschaftliche Entwicklung der Region vorangetrieben hat.
Führungen finden im Sommer statt und werden in beiden Landessprachen angeboten, ohne Eintritt zu verlangen. Parkplätze für Autos und größere Fahrzeuge stehen direkt am Besucherzentrum zur Verfügung.
Der Stausee umschließt die René-Levasseur-Insel, die durch einen alten Meteoritenkrater entstanden ist und als zweitgrößte Seeinsel der Erde gilt. Dieser kreisförmige See ist aus dem Weltraum deutlich sichtbar und wird manchmal als das Auge von Québec bezeichnet.
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